Frucht des Morgenthau-Plans

Veröffentlicht auf von Basti

Für alle die es nicht wissen, 1944 kam der damalige US-Finanzminister Morgenthau auf den nach ihm benannten Plan, Deutschland völlig zu entmilitarisieren, entindustrialisieren und zu zerstückeln. Das dadurch ca. 1/3 der Bevölkerung verhüngert wären, sah er nicht als sein Problem an. Allerdings kam der Plan zu früh an die Öffentlichkeit, welche diesen Plan völig ablehnte. Schnell wurde er fallen gelassen. Aber in Deutschland machte man sich dennoch Gedanken, was nach einem verlorenen Krieg die Alliertenmit Deutschland tun würden. Der Agrarlandgedanke hielt sich jedenfalls lange genug um 1945 auf die Idee zu kommen einen Kleinlaster zu bauen, der auch auf dem Feld etc eingesetzt werden kann. Oder umgekehrt, einen Traktor, der auch als Kleinlaster benutzt werden kann.

Ursprünglich war es auch als Allzwecktraktor gedacht. Mit Allradantrieb und Zapfwellenantrieb sehr Geländtauglich und trotzdem kann man weitere Geräte antreiben. Die Spurweite hat exakt Traktorenmaße. Zuerst werden 25 PS Motoren verwendet. Diese reichen für ca 50 km/h Höchstgeschwindigkeit. Das ist schon ein weiteres Merkmal was ihn von normalen Traktoren abhebt. 1946, also Kurz nach Produktionsbeginn bürgert sich der bis heute bekannte und beliebte Begriff ein: Unimog, ein Universal-Motorgerät. Das trifft es ganz gut. Immerhin können an allen Seiten weitere Geräte angebaut werden, die Rahmenkonstruktion entspricht eher der eines LKWs, vieles aber wie gesagt auch dem eines Traktors.

Die weitere Entwicklung geht Rasant. 1951 übernimmt Mercedes-Benz das Unternehmen. Gefertig werden weiter bis 1953 nur offene Fahrerhäuser angeboten. Ab 1953 gibt es eine Längere Variante und eben ein echtes Fahrerhaus auf Wunsch. 1955 folgt der Unimog S, welcher ganz besonders Geländegängig ist und von vielen Armeen der Welt geschätzt wird. Mit 86 PS wird er auch bedeutend stärker und wird der Bestselle bis heute. Die Leistugn des Kleinen Unimogs steigt auch. ähnlich wie beim Käfer auf 32 und dann 34 PS. 1966 ist ein besonderes Jahr, denn es läuft der 100.000 Unimog vom Band. Der Unimog hat seine Qualitäten am Markt beweisen können, eine echte Erfolgsgeschichte. Im Selben Jahr erscheint auch eine weitere Modellreiher, die Mittlere Reihe. 1974 kommt eine neue schwere Bauraihe dazu. Die it immerhin 125 PS startet.

Ein weiterer Meilenstein ist die Rallye Paris-Dakar 1982. In der LKW-Wertung siegt man mit einem U1700 L, gefolgt von einem U1300 L, so waren die damaligen Modellbezeichungen. Jedenfalls ein Doppelsieg, bei der Rallye mit dem meisten Renomeè.

In den 80ern und auch den 90ern geht man weiter, einerseits mit sanfter Evolution, sprich verbesserung der Technik, also Leistungsfähigere Motoren und bessere Fahrwerke etc. aber auch die vielseitigkeit wird noch weiter erweitert. Das ist wichtig um auch besser an Kommunen verkaufen zu können, die durchaus ein vielseitigs Nutzfahrzeig brauchen können.

Im Jahr 2000 gibt es einen wieteren Schub, jetzt besteht das Fahrerhaus aus Faser-Verbundwerkstoffen, leicht und robust. Ebenfalls neu im Fahrerhaus ist die Variable Pedalerie und das Lenkrad. Mit einem handgriff lassen diese sich nämlich von Links Nach rechts verschieben, was einmal praktsich ist um von rechts auf linksverkehr zu wechseln, einfacher im internationelen Geschäft, aber auch im Kommunalen Bereich ist es nützlich, wenn man bspw. eben mal die rechte Seite besser einsehen können muss. Dei Motoren fangen bei 150 PS an udn Enden bei 240 PS. Damit hat sich die leistugn im Spitzenmodell fast verzehnfacht.

2002 folgt der Umzug, aber nicht nach Osteuropa, sondern nach Wörth am Rhein. 2006 wird BlueTec verwenden, was endlcih Euro 4 ermöglicht.

Heute ist der Unimog ein überall Geschätzes Fahrzeug, was durch seine Vielseitigkeit und Geländetauglichkeit überzeugt. Eingesetzt wird er neben der Land- und Forstwirtschaft auch beim Militär. Logisch soweit. Wie erwähnt ist er auch im Kommunalen einsatz sehr beliebt, es gibt gerade in Westdetuschland nur wenige Gemeinden die keinen Unimog haben. Aber auch Feuerwehren, TFH, Straßenmeistereien oder Berghütten nutzen den Unimog. Ebenso Eisenbahnen, als 2-Wege-Fahrzeug. Sprich Schienen- und Straßentauglich. Im Privaten Bereich wird der Unimog gerne für Expeditionen genutzt, oftmals nach vorherigem Umbau. Danach ist er dann sogar noch Geländetauglicher, robuster und Minensicher. Da fragen sich bestimmt manche wozu Minensicher? Nun ja, Expeditionen macht man weniger durch das gut geplasterte Berlin, eher durch Marokko, Algerien, Sudan etc. Und in all diesen Ländern liegt oft ne Menge Munition rum und eben Minen sind massenhaft verlegt worden. Auch der Dingo der Bundeswehr ist ein stark modifizierter Unimog, dem HMMWV in Punkto Insassenschutz überlegen, schon wegen der angwickelten Panzerplatten.

Heute wird ebenfalls versucht Privatmenschen den Unimog als Spaß-Fahrzeug nahe zu bringen. So oder so sind es alles in allem 60 erfolgreiche Jahre. Und eigentlich aus der Bedrohung heraus geboren. Der Bedrohung, das Deutschland nie mehr auf die Beine kommen sollte. Die veränderte geopolitische Lage und auch etwas Pragmatismus auf der alierten Seite hat dann glückerlicheweise solche Geschichten zugelassen.

Veröffentlicht in Verkehr

Kommentiere diesen Post