Sei König!

Veröffentlicht auf von Basti

So könnte man den Namen eines interesanten neuen Motorrades interprätieren. Oder wie würdet Ihr den Namen B-King verstehen? Aber Suzuki hat schon recht damit. Die B-King ist die Königin unter den Naked Bikes. Zugegeben, sie trägt dick auf. Aber das darf sie auch. Die starke Optik wird durch starke Leistung getragen. Der Motor ist der Hayabusa entliehen, typsich für Naked Bikes um ein paar PS ärmer, also von 197 auf 184 PS gedrosselt. Zugunsten einer etwas harmonischeren Leistungsentfaltung.

Harmlos wird die B-King dadurch sicherlich nicht. Immernoch reichen die 184 für ca. 250 km/h Höchstgeschwindigkeit. Traut man sich die auszufahren ist das wirklich ein Abenteuer. Da man nun wirklich keine noch so kleinen Windabweiser hat, noch sonst irgendwas wird der Fahrtwind bald mindestens anstrengend. Für lange Vollgasfahrten auf der Autobahn sind Motorräder meist eh nicht gedacht. Naked Bikes schon gar nicht. Die Kurvige Landstraße, der Alpenpass mit schönen Serpentinen, das zählt eher zum Jagdrevier. Wobei Jagdrevier relativ ist. Mit 235 kg Trockengewicht ist die B-King schon ein schwerer Brocken, der auf engen Strecken sicher seine liebe Not hat. Wobei allgemein übereinstimmend berichtet wird das man das hohe Gewicht gar nicht so sehr spürt. Auch nicht in den Kurven. Das spricht für eine gute Reifenwahl bei der Erstausrüstung und für ein gutes Fahrwerk. Und, natürlich klar, bei der Beschleunigung kann die Leistung einige Kilos verstecken.

Andererseits ist die B-King etwas für Diziplinierte Fahrer. Zum einen weil es so schnell geht bis man die Reifen am qualmen hat und man vorsichtig sein muss, damit nichts passiert, andereseits geht alles so locker und gleichzeitig schnell von der Hand, das man vergisst wie schnell man abseits sämtlicher Tempolimits ist. Dafür hat der Diziplinierte Fahrer auch etwas von der B-King. Durch die weniger Steile Leistungskurve hat man schon bei 2000 Umdrehungen viel Leistung. Man kann also ohne zu viel Radau zu machen schon ziemlich schnell sein, andererseits das lockere schaltfaule Fahren genießen. Also tatsächlich schon ein sehr sportliches Motorrad, was aber ebensogut auch entspannt gefahren werden kann und auch nach einem Souveränen Fahrer verlängt.

Wer jetzt begeistert ist, preislich ist die B-King wieder ein Schnäpchen noch wucher. Gute 13.000 Euro verlängt Suzuki für ihr ziemlich Brutal wirkendes Motorrad. Wer es etwas kleiner und braver mag, der ist übrigens mit der GSR 600 gut beraten. 98 PS sind nicht eben wenig und versicherungsfreundlich. Die Optik ist etwas dezenter, der Preis von gut 7.000 Euro schon fast billig gegen die B-King. Designelemente der B-King finden sich auch hier wieder, nur eben weniger brutal.

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