C wie Compakt

Veröffentlicht auf von Basti

1982 traut sich Mercedes-Benz in die Mittelklasse mit dem 190E vor. Selbst nennt Mercedes dies die Compakt-Klasse. Heute versteht man darunter zwar die "Golf-Klasse", damals galt das so aber noch nicht. Der 190E war jedenfalls eine Zäsur bei Mercedes. Zum einen wegen des neuen Marktes den man anging, zum anderen war der 190E eine der ersten Mercedes-Benz, die konsequent auf einen guten cw-Wert hin konstruiert wurden. Der Wert von 0,33 (Laut Wikipedia) war dann auch einer der besten Werte einer Serienlimusine Anno 1982.

1993 wird eine neue Generation fällig, nachdem der 190E einen würdigen Einstand in dieses Marktsegment geschaft hatte. Da man die Namen neu vergab bei Mercedes und der 190E-Nachfolger ja immernoch "Compakt" war nannte man ihn einfach "C-Klasse".  Etwas aerodynamischen Feinschliff gab es wieder, was einen cw-Wert von 0,31 brachte. Zwar ist die C-Klasse auch gewachsen, daher ist der Luftwiederstand kaum gesunken, Vorteil bleibt aber Vorteil. Dazu kommen noch ein paar starke Motoren. Der Einstieg ist schon bei immerhin 122 PS im C180.  Ab 1995 gibt es ein interessantes Modell, dessen Reiz man nur an der Aufschrift auf der Heckklappe erkennt: C230 Kompressor! Optisch eine C-Klasse, aber was für eine: 193 PS stemmt der 4Zylinder-Reihenmotor. Unangestrengt, hörbar, aber nicht aufdringlich vermittelt dieses Auto schon eine Menge Sportlichkeit bei, für Merceds-Verhälntnisse, günstigen Preisen.

Nachdem AMG mit Mercedes eine Beteiligung eingegangen war, wurden die AMG Modelle im auch gleich direkt von Mercedes-Händlern angeboten. Damit wollte man natürlich Menschen ansprechen für die Understatement und Sportlichkeit besonders wichtig waren und in einem gutem Verhältnis stehen mußten. So gab es gleich 1993 den C36 mit 280 PS. Abgeregelt wurde zwar schon bei 250 km/h, die Beschleunigung von 0-100 km/h in 6,7 Sekunden ist aber schon sehr schnell. Dazu kommt, das man eine Automatik und kein Schaltgetrirbe verwendete. Auch der Preis ist in Porsche Regionen. 1993 wurden gut 95.000 DM verlangt für einen C36. Die Fahrleistungen waren etwas langsamer als die eines Porsche 911 oder auch eines 968. Aber dafür konnte man auch ziemlich bequem mit über 200 km/h so lange über die Autobahn heizen bis der Tank alle war. Im Porsche ist man damals noch etwas eher freiwillig langsamer gefahren. Das ganze lies sich aber noch steigern: Beim C 55 hatte man 347 PS zur verfügung und konnte damit beinahe die Straße pflügen, vom Gefühl her.

Heute spricht für die erste C-Klasse vor allem ihr schlichtes aber elgeantes Design. Seriöser Auftritt ist garantiert. Dazu hat man noch angenehme Fahrleistungen, angemessenen Komfort udn Familientauglichkeit. Und diese C-Klasse gilt noch halbwegs gut in ihrer Qualität, die Krise begann erst später. Ich gehe sogar soweit und behaupte das die erste C-Klasse ein Klassiker von morgen ist. Nicht weil sie so selten ist, im Gegenteil, die C-Klasse hat sich um Mercedes verdient gemacht. Eher weil sie so unproblematisch ist. Für die Benziner gibt es beispielsweise keine Probleme mit Umweltzonen. Rost ist auch eher ein geringes Problem. Einziges Kuriosum: Von 1998 bis 1999 verwendete man eine andere Grundierung am Unterboden um den Rostschutz zu verbessern. Fakt war aber das diese Modelle viel schlimmer rosteten. Sonst aber hat man relativ wenig Ärger und relativ viel Freude an diesem Auto. Ein Blick in den Kofferaum verrät aber, daß Compakt relativ ist ist. Hier ist es relativ groß. Noch eine schöne Sache ist, das der W202, so der interne Baureihen-Code, gegenüber seinem vörgänger zwar aerodynamisch besser ist, man aber in diese Form mehr "Design" integrieren konnte. So ist es ein weniger Emotionsloses Auto. Viel mehr ein Gleiter schon optisch. Und immer schön Compakt ;)

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