Youngtimer Porsche 911 (964), was kostet's

Veröffentlicht auf von Basti

In meiner Reihe "Was kosten Youngtimer" möchte ich heute mal den Porsche 911(964) unter die Lupe nehmen, vor allem die Kosten.

Der 964 ist der Aufbruch des 911 in eine neue Zeit. Das beweist schon die tatsache das 89 % alle Teile neu oder modifiziert sind.  Das ist mehr als einfach nur eine neue Generation. Es war aber auch fällig etwas zu ändern, denn seit ca 25 Jahren hatte sich nicht viel geändert am 911. Kleine Veränderungen im Detail, der große Bruder, 911 Turbo gessellte sich dazu, das wars schon fast. Was blieb sind die klassischen eigenschaften des 911. Also Heckmotor und Heckantrieb, wie beim Käfer, 6 Zylinder, luftgekühlt, und die Form natürlich. Es gesellte sich abe zum Heckantrieb der Allradantrieb dazu. Servolenkung und ABS kamen ebenfalls dazu. Leistungstechnisch ging es auch weiter, die "schwächste Motorisierung hatte 250 PS. Das Porsche in Sachen Allradantrieb durchaus etwas verstand, bewies der 959 eindrücklich als der die Rally Paris-Dakar gewann.  Eigentlich ist der 964er noch kein Youngtimer im engeren Sinn, da er erst ab 89 zu haben war. Daes andereseits keine Zulassung  mehr als Youngtimer gibt, kann man alles was 10 Jahre und älter ist und dann noch einen Liebhaberstatus genießt als Youngtimer zählen.

Zu den Kosten: Da wäre die alleseits verhasste, aber notwendige Versicherung. Die Haftpflicht bei unserem Mustermann schlägt mit 459,05 Euro zu buche, das ist vergleichsweise günstig. Kein Wunder, so ein gutes Stück fährt man eher Vorsichtig. Die Vollkasko kostet dafür 3691,82 Euro laut Vergleich. In Summe sind das 4150,87 Euro für die Versicherung. Ob man sich die Kasko spart sollte man sich angesichts der Reparaturkosten, falls doch etwas ist, 2 mal überlegen. In der Anschaffung ist so ein 964 auch nicht unbedingt billig, denn der 964 ist längst ein Liebhaberstück. Er ist eben der Letzte mit dem Klassischen 911er Design, wenn auch etwas weiterentwickelt. Für die Gusseisernenfraktion der Porsche-Fans also das Objekt der Begierde. 30.000 Euro, manche Zeitschrift sagt auch 25.000 Euro muss man kalkulieren um ein gutes Exemplar zu bekommen. Eine Menge Holz, aber auch und gerade hier gilt: Geldanlage. Wer einen 964 heute kauft kann ihn in schlechteren Zustand in 5 Jahren inflationsbreinigt für mindestens das selbe Geld verkaufen. Neuwagenkäufer können sich das wahrscheinlich gar nicht vorstellen.

Generell ist der 964 ein robustes Auto, das viel  Vollgasfahrten und Wasser und Salz wegsteckt. Schwachstellen gibt es dennoch, aber auf hohem Niveau.  Wenn es mal etwas kaputtes gibt wird es schnell ganz teuer. Also vorher bei kauf schon darauf achten, das man ein  gutes Exemplar erwischt. Schließen die Türen ncht so richtig ist das schonmal ganz schlecht. Am Hitzschild des Motors sollte man gucken, das korrodiert schnell. Stoßdämpfer sollte man wie bei jedem Auto überprüfen lassen,  aber  ganz besonders beim 964.  Wenn viel geheizt wird merken das auch die besten Stoßdämpfer schnell. Bei den Targas und Cabrios natürlich noch checken ob man das Verdeck schließen kann, ob es dicht ist etc. Da man mit dem 964 gerne schnell gefahren ist, können auch die Bremsen stark beansprucht sein. Ein bsichen macht manchmal die Kupplung Ärger, die bis Baujahr 1991, danach ist ein 964 eh rundum besser. Ungetunt, unverbastelt, das kann ich auch nur Empfehlen, es sei denn natürlich, der Verkäufer kann belegen das es Fachmännsich ausgeführt wurde. Gerade Tieferlegungen sind beim Zickigen Fahrverhalten des 964 nur von Fachleuten durchzuführen. Wenn das nicht geschah, am besten Finger weg. Die Radlager rumpeln schonmal bei Autos die lange standen. Die Anteibswellen halten eigentlich ganz gut, es sei denn de Vorbesitzer hat den Wagen ordenlich heizen lassen, da muss man schon nach 20.000 km fürchten. Rund ums Fahrwerk und Lenkung alles mal checken, das hält normal sehr lange, so 100.000 km ohne Probleme aber wer weiß wie der Vorbsitzer damit umging. Am Motor gibt es ein paar kleinigkeiten zu beachten, da sind wir jetzt aber wirklich im Bereich des Fachmanns, das läßt sich schwer sehen. Ob Zündkerezen regelmäßig geweschelt wurden oder Ölwechsel sollte man trotzdem erforschen, weil wenn dies geschah, hat man Wahrscheinlich noch relativ lange Freude am Motor. Das man von einer Überhohlung des Motors bzw einiger Teile bei 400.000 bis 500.000 spricht, beweist, bei ordentlicher Wartung hält der Motor extrem lange. Ale Alarmglocken müssen Kingeln, wenn man Ölverlust feststellt. Egal wie geartet ob wenig oder viel und auch egal wo, das wird teuer. Die Elektronik macht gerade bei den frühen Baujahren gerne mal Unsinn. So geht das Infühlergebläse manchmal nchtaus was über nacht die Batterie leert. Dei Klimaanlage, wenn man eine hat macht auch Unsinn. 

Liest man das alles könnte man meinen der 964 sei ein anfälliges Auto, doch man muss bedenken das diese Mängel alle von Peniblen Leuten aufgenommen wurden und Mängel vereinzelt auftreten. Und meistens erst nach vielen km. Die meisten der Probleme hat man bei anderen Autos noch viel häufiger und viel früher. So Penibel auf die Mängel achtet man vor allem deswegen weil die Ersatzteilpreise bald den Wiederbeschaffungswert erreichen können, hat man ein schlechtes Exempalr erwischt. Glücklichweise gibt es einige Anbieter die gute Gebrauchteile für einen Bruchteil bieten.
Jetzt noch die Steuer und Verbrauch: Positiv ist, das alle 964 einen Kat haben. Normalerweise erfüllen die die Euro 1  Norm. Das heißt 544 Steuer. Da lohnt es sich auf Euro 2 oder besser noch D3 aufzurüsten, da sind es dann ca 250 Euro. Die kosten amortieriseren sich dann schon mit der ersten Kfz-Steuer nach Einbau. Der Verbauch wird für den Carrera mit 14 Litern im Durchschnitt angegeben, für den Turbo eher sagenhafte 20 Liter.

Von billig kann beim 964 keine Rede sein, schaut man aber genau hin, sind Leute die einen 964 nicht unbedingt so reich. So oder so bekommt man sehr viel Fahrspaß und einen 911 in alter Optik und das zu noch vernünftigen Preisen. Das kann sich bald ändern, möglciherweise galoppierendei Preise bald davon.

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