Allroad für Einsteiger

Veröffentlicht auf von Basti

Der Audi A6 Allroad ist sicher ein sehr gutes Auto, das Geländefähigkeiten gut mit Straßenfähigkeiten verbinden kann. Aber mindestens 49.000 Euro sind eine Menge Holz, die nun wirklich nicht jeder hat. Das scheint man auch im Volkswagenkonzern eingesehen zu haben. Einen A4 oder gar A3 Allroad gibt es nicht, aber für günstige Angebote im Konzern ist ja auch eher Skoda verantwortlich. Bei Skoda hat man den Octavia nun Geländetauglicher gemacht und "Scout" genannt.

Scout, so nennt man die Pfadfinder im englischsprachigen Raum. Jeden Tag eine gute Tat, das muss man wohl relativ sehen. Nimmt man den Skoda Octavia Scout als Alternative zum SUV, dann kann man den geringeren Verbrauch als gute Tat ansehen. Von Skoda ist die gute tat wohl eher etwas dem Allroad ähnliches zum deutlich günstigen Preis anzubieten. Allroad, das fängt bei 49.000 Euro an, Scout bei gut 26.000 Euro. Das ist wohl das Hauptargument, für den Scout. Es gibt kaum Vergleichbare Autos im Angebot, zu dem Preis schon gar nicht. 

Bei Skoda gab es schon vorher den 4x4. Man hat das Rad also wie beim Allroad nicht neu erfunden sondern einfach den  4x4 etwas Modifizeirt. Da wären 5 cm mehr Bodenfreiheit durch die Höherlegung, ein Unterfahrschutz vorne und hinten und etwas Plastikbeplankung wie beim Allroad.  Das wirklich wesentlich am Scout ist aber die Tatsache das er wesentlich mehr ist als ein CrossPolo oder CrossTouran. Die sind zwar ein paar Milimeter hochgelegt und haben Plastikbeplankungen für die Offroad-Optik, aber kein Allradantrieb. Und da ist der Octavia Scout eben mehr.

Schaut man auf die Motoren brauch man wiederum eigentlich kein mehr, vielcht sogar eher ein weniger. Die Pallette ist mit einem Benziner und einem Diesel etwas schmal. Es ist der einmal 2.0 FSI mit  150 PS und der 2.0 TDI mit 140 Diesel-PS. Den Unterschied merkt man kaum in den Fahleistungen 200 km/h beim FSI gegen 197 km/h  beim Diesel sind mehr als Ausreichend. Auch die 10,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h beim Benziner gegen 10,2 Sekunden beim Diesel sind marginal. Die Verbrauchsunterschiede sind deutlicher: 8,7 Liter Benzin gegen 6,4 Liter Diesel sind klarer Vorteil beim Diesel. Bis man den wieder reingefahren hat dauert es ein wenig. Gerade wenn man bednekt das der Diesel bald dauerhaft teurer als Benzin werden könnte. Die Entscheidung hier ist sicherlich auch ganz wesentlich Überzeugungssache. Einen Fehler macht man aber weder beim FSI noch beim TDI. Beide laufen gut und durchzugstark. Der Diesel TDI typisch nagelnd, der FSI etwas leiser. Klar auchdas der TDI aus unteren Drehzahlen heraus etwas besser Beschleunigt. 

WAs ich mich noch frage: Warum gibt es keinen kleineren Motor für den Scout?  Ein 1.6 MPI mit seinen 102 PS hätte es auch getan. Und für den Diesel wäre der 1.9 TDI mit seinen 105 PS auch noch eine weitere angenehme Variante.  Alles Motoren die im Octavia angeboten werden, also auch Problem für den Octavia Scout passen sollten. Zu noch etwas günstigeren Preisen und Verbräuchen.

Zugute halten kann man noch das der Octavia Scout  Skoda-typisch gut verarbeitet ist. Klar mit  26.000 Euro  Einstandspreis kann man keine Luftfederung mit Niveauregulierung erwarten, aber dennoch kann der  Octavia Scout Schlammpisten, Buckelpisten und Böschungen mit Losem Untergrund ziemlich gut meistern. Rampen und Böschungswinkel sind zwar nicht die eines SUV, aber durchaus für den Bauleiter auf seiner Baustelle oder den Förtser vollkommen ausreichend. Und so hat Skoda ein Auto mit wenig Konkurenz zum top Preis auf die Räder gestellt. 

Veröffentlicht in Auto

Kommentiere diesen Post