Produktpiraterie von Früher

Veröffentlicht auf von Basti

undefinedJa, Produktpiraterie ist wahrscheinlich fast so alt wie der Faustkeil. Ein anderer wollte auch einen haben, der Produzent wollte ihm das aber nciht zeigen wie man einen Herstellt also kopierte er sich einen. Was wohl fast so schwer war wie auf die Idee zu kommen einen Faustkeil herzustellen. Andereseits, es war revolutionär überhaupt auf den Gedanken zu kommen Werkzeuge zu bearbeiten.

Bei Autos sieht das schon etwas anders aus. Die Idee ein Auto zu bauen, die haben viele. Heute ist die Frage was für eines. Oft fehlt es an den technischen und finanziellen Mitteln, manchmal auch an den Ideen. In China, so behaupte ich fehlt es weder am Geld, noch an technischen Mitteln. Auch gibt es Leute, die ein Auto konstruieren können. Nur scheint man nicht genug Ideen zu haben. Oder das vertrauen diese Ideen verkaufen zu können.

Jedenfalls scheint  "sozilistischen" Dikaturen das Kopieren, insbesondere das Raubkopieren, inhärent zu sein.  Einen  besonderen Ruf in der DDR hatten die Saporoschez (gesprochen Saporosch). In der DDR auch Sabberfrosch genannt waren alle Modelle dafür bekannt, schneller zu rosten als sie fuhren. Der Saporoschez war eines der wenigen, welches man ohne lange Wartezeit kaufen konnte. Natürlich nur weil es keiner wollte. Da kaufte man lieber einen 10 Jahre alten Trabant. Dei Eltern eines Klassenkameraden machten den Fehler einmal und kauften einen. Nach einem halben Jahr wurden sie von ihrem Vorderrad überholt. Nicht etwa weil dort  einer die Schrauben gelöst hätte. Nein, die befestigunsschreiben waren durchgerostet. So wie ein großteil des gesamten Vorderwagens. Reperatur sinnlos.

Waren in den 60ern die Saporoschez eher Mischlinge aus Goggomobil und Fiat 500, war der Nachfolger der 968 eher relativ genaue Kopien des NSU Prinz 4, nur schlechter. Im Design wie an allem anderen auch. Aber da hat sich wohl die Staatsführung gedacht: schlecht kopiert reicht für unsere Arbeiter. 

Auf unserem Oldtimertreffen in Mittenwalde durfte ich den Saporosch  965 schon bewundern. Wirklich schlecht sieht er nicht aus, nur  beispielsweise der Hintere Lufeinlass ist wirklich nicht gerade schön. Die Technischen Daten lesen sich auch gar nicht mal so schlecht. 44 PS bzw. 45 PS beim 968. Der Verbrauch von 5,5 Litern geht auch in Ordnung. Wäre da nicht die allgegenwärtige und hundsmieserable Qualität. Das ist sicher auch einer der Gründe warum so wenige überlebt haben. So ein Auto lohnt den erhalt nicht.

Glücklicherweise wurde der Saporoschez kaum im Nicht-Sozialitischen Ausland verkauft.  Das wäre wohl auch zu viel der Frechheit gewesen, mit geklauten Ideen auf demselbem Markt anzutreten. Oder vielcht wußte man auch , das man einfach zu schlecht kopiert hatte.

Veröffentlicht in Auto

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