Das einzige Sportcoupé von Volkswagen

Veröffentlicht auf von Basti

undefinedSo wird der Volkswagen Corrado jedenfalls von den Fans genannt.  Einen echten Vorgänger hatter der Corrado auch nicht. DerKarmann-Ghia war sicher ein Coupé, aber nicht wirklich ein Sportcoupe. Das selbe gilt für den Scirocco. Der Scirocco war "nur" die Coupé Variante des Golf, so wie der Karmann-Ghia die Coupé variante des Käfers war.

Der Corrado basiert, wie es bei den meisten Herstellern üblich ist, denoch auf der Gleichen Basis wie der Golf II, nimmt aber an einigen Stellen schon die Neuerungen des Golf III voraus.  Vom Scirocco wiederum übernimmt er nicht viel. Er ist auch deswegen nicht der Nachfolger des Sciroccos, weil er eher eine Stufe höher angesiedelt ist. Das merkt man schon an den Preisen.  Diese haben deutlich gegenüber dem Scirocco drastisch gestiegen. Auch war der Komfort beim Corrado deutlich mehr betont worden.  Dadruch stieg natürlich auch das Gewicht spürbar an.  Um das wieder aufzufangen hat man eben schon eine Hinterachsekonstruktion eingebaut, die der des Golf III stark ähnlich war.

Dazu kam dann noch der Ausfahrbare Spoiler des Corrado der ab 120/km/h  ausfährt und damit den Auftrieb an der Hinterachse um 64 % reduziert. Kleine Ursache, große Wirkung, denn der Spoiler ist relativ klein.  Auf jeden fall klein genug das auch der Ausgefahrene Spoiler nicht angeberisch wirkt. Ist aber eigentlich auch egal. Der Corrado allegemein hat eine ziemlich bullige Optik. Starker Auftritt garantiert. Das bringt auch einen cw-Wert von 0,32. Angesichts dieser bulligen Optik hat man da bei VW noch ganz schön was schinden können. Gegenüber dem Konkurent aus Rüsselsheim, dem Opel Calibra ist dies aber ein schlechter Wert. Der Calibra war allerdings damals auch wirklich sehr gut in aerodynamsichen Fragen. Der cw-Wert von 0,26 unterstreicht das.

Prachtstück des Corrados war alledings die Topmotoriesierung mit dem VR6-Motor. 2,9 Liter Hubraum, 6 Zylinder in einer ungewöhnlichen anordnung. So waren sie  ähnlich wie bei einem Reihenmotor angeordnet, aber die Zylinderbänke waren um 15° gespreizt. Das ermöglichte eine Kombinierung der Vortele von Reihenmotor und V-Motor. 190 PS sind eines Sportwagens wie dem Corrado auch endlich würdig. Es dauerte nämlich bis der Corrado gut Motoriesiert wurde. Die 2 Liter Motoriesierungen waren eher schwach und der G60 als Topmotorisierung wirkte auch irgendwie nicht als das Maß der Dinge. Der VR6 paßte wie der Deckel auf den Topf. Schnell, mit 245 Nm Drehmoment Anzugsstark, und gleichzeitig aber laufruhig. Auch akustisch war der Corrado für ein Sportcoupé recht zivil. 

Aus den 190 PS macht der Corrado einiges: 235 km/h Höchstgeschwindigkeit(in präzisen Messungen von unabhängigen Zeitschriften wurden auch mal bis zu 240 km/h gemessen) sind auch heute noch Spitze. Mal ein Vergleich mit aktuellen Coupés gefällig? Der Alfa Romeo Brera schaft mit seinen 210 PS nur 230 km/h. Also 20 PS mehr und 5 km/h weniger. Auch das BMW 123d Coupe ist mit seinen 204 PS gerade mal 3 km/h schneller. Also schonmal gute eine gute Höchstgeschwindigkeit für den Corrado. Das gennante BMW Coupé schaft die 100 km/h in 7,0 Sekunden. Alfa Romeo weiß nicht so genau wie schnell sein Brera beschleunigt. Der VW Corrado Beschleunigt in 6,9 Sekunden auf 100 km/h. Also einen Hauch schneller. Ich würde sagen gleich schnell. Und das ist beachtlich, denn das 1er Coupe hat den Drehmomentvorteil dank Diesel und  Traktionsvorteil dank Heckantrieb.

Das wirklioch gute am Corrado ist aber das Handling. Noch heute wird er von vielen Fachleuten als einer der besten Fronttriebler gesehen, dank seines Handlings. Es is gleichermaßig sportlich wie auch sicher und hat noch mehr als genügend Komfort zu bieten. Und trotzdem ist alles noch sehr Gefühlvoll zu kontrollieren.

Fragt man welches Auto ein kommender Klassiker ist kommen einige Beispiele, da muss der Corrado nicht dabei sein. Fragt man ob der Corrado ein Klassiker wird sind sich alle einig: Ja, das wird er. Schon alleine weil der VW Corrado ein Flop war und die Stückzahl daher eher gering ist. Vom VR6 sind noch ca. 3000 Stück zugelassen. Einen guten finden könnte also etwas schwierig werden. Dabei wird man aber weing Arger mit Rost haben. Einmal hat man baulich schon darauf geachtet das es schwer dem Rost so schwer wie möglich gemacht wird sich zu bilden, andereseits ist die Karosserei vollverzinkt. Ärger kann es beim G60 vor allem mit dem G-Lader geben. Man munkelt das die gerne buchstänblich verheizt worden sind. Den Ärger kann man bei den beiden Saugervarianten nicht haben. Da der VR6 als robust gilt wäre für mcih die einzig mögliche Entscheidung ein VR6.

Zur Arbeit kann man damit aber nicht fahren. Technisch kann man schon, aber der Verbrauch kann einem den Spaß daran verderben, zumal der VR6 Super Plus will. Dann sind die Versicherungsklassen recht hoch und die Steuer ist bei 2,9 Litern auch nicht gerade gering. Zumal ein Corrado nur die Euro 1 Norm erfüllt.

Der Corrado ist eben ein Auto, das man am Wochenende udn bei möglichst schönem Wetter fährt. Da stört dann auch der Verbrauch nicht so sehr. Und die Steuer, da kann man auf jeden Fall mit einem Kaltlaufregler was machen. Dann ist man immerhin bei der Euro 2 Norm dabei. Damit hat man dann auch in den nächsten Jahren keine Probleme mit den fragwürdigen "Umweltzonen".

Veröffentlicht in Auto

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