Heute mal KLR

Veröffentlicht auf von Basti

KLR, das heißt  Kosten-Leistungs-Rechnung. Morgen ist die Klausur fällig. Das heißt ich bin heute in gedanken den ganzen Tag eigentlich bei der Klausur. 

Was will der Dozent hören, bzw lesen?  Sicher wird es ein paar Definitionsfragen geben. Also so im Sinne von "KLR, warum macht man den ganzen Quatsch überhaupt?". Antwort: "Weils kein Quatsch ist!" Naja, so ähnlich vieleicht. Wenn man jedenfalls keine macht, passiert das was bei Borgward passiert ist. Der hat schöne  und gute Autos hergestellt, dazu nützliche kleine Lieferwagen in Massen hergestellt und verkauft. Wußte aber nicht was ihn genau jedes Auto kostet und die Preise mehr oder weniger Pi mal Daumen gemacht. Tja, und da waren die Verkaufspreise dann teilweise um den Daumen unter den Selbstkosten. Das heißt er hat pro Stück sogar noch drauf gelegt.

Der Chef, Carl F.W. Borgward, war eben mehr Konstrukteur als Geschäftsmann (oder Betriebswirt). Damit mir oder dem Unternehmen, in dem ich arbeite das nicht passiert sollte ich eine KLR machen. Für Einzelunternehmen ist sicherlich eine ständige KLR sicherlich zu zeitaufwendig und auch zu teuer. Die Kosten dürften über den möglichen Ersparnissen liegen. Ab gewissen Größenordnungen von Unternehmen kommt man aber nicht drumherum. Sonst wundert man sich entweder warum die Konkurenz so billig anbieten kann oder warum man selbst, obwohl man gut verkauft kaum mehr Geld in der Kasse hat.

Was ich also für die KLR brauche sind überhaupt die Rohdaten. Ohne die geht nichts, allerdings findet man meist schon relativ viel in der Finanzbuchhaltung von dem was man braucht. Dann man man eine Abgrenzungsrechnung. Da wird alles herausgerechnet, was nicht  dem Betriebszweck dient. Also bei einem Maschinenbauunternehmen hat die Vermietung von Immobilien sicher nichts mit dem Betriebszweck zu tun. Die Einamen und die Kosten dafür werden also herausgerechnet. Denn es kann ja nicht sein das ich mit den Preisen, die ja unter anderem aus der KLR herauskommen sollen, für die Maschinen die möglicherweise defizitären Immobilien subventioniere. Dasselbe gilt natürlich auch umgekehrt. 

Jetzt hat man also vernünftige Rohdaten, Was nun.? Jetzt erfasse ich  dei Kostenstrukturen in der Kostenartenrechnung. Das klingt komplizierter als es ist.  An sich erfasst man eigentlich was wieviel gekostet hat. Bspw. Strom. Da kommt man dann auf Einzelkosten. Die sind am einfachsten.  Auch im rechnen. Beim Autohersteller ist es also klar, 5 Räder, ein Lenkrad, eine Rückitzbank,  etc.
Das macht man dann eben  für 6000 Teile. Oder mehr oder auch weniger. Dann weiß man die Materialkosten.  Bei den Löhnen ist es ein Wenig schwerer. Da rechnet man eben den Stundenlohn, berücksichtigt dabei dann Urlaub etc., und Multiplizeirt mit der Fertigungsdauer. Dann weiß man wie viel die Montage kostet. Dann muss man die ganze Gemeinkosten aufteilen. Da muss man sich dann wirklich auf die Daten verlassen können und man brauch sicher auch Erfahrung um die Gemeinkosten vernünftig zu verteilen. Da gibht es jedenfalls Verteilungsschlüssel mit denen man dann die Kosten verteilt.

Dann hat man also auf die Fertigung, das Material , die Verwaltung und den Vertrieb kosten geschlagen. Das ist sicher nicht  eine Merkwürdige Lösung, da kosten verrechnet werden die nichts miteinander zu tun haben. Aber es ist immernoch die beste bekannte Methode. So ähnlich wie mit der Demokratie. Jeder hat was zu meckern, aber was besseres weiß auch keiner. Jedenfalls hat amn die Kosten den Stellen zugeordnet. Jetzt bildet man aus den Einzelkosten wie Lohn und Material und den dazugehörigen Gemeinkosten einen Zuschlagssatz. Dann noch den Verwaltungssatz und Vertriebssatz und man hat die Selbstkosten.

Jetzt kann  man hoffentlich noch  einn Gewinn dazu schlagen, eventuelle Rabatte und Provisionen und  die Umsatzsteuer  einrechnen und man hat den  Listenpreis. Es kan druchaus sein, das wenn man alle Möglichen kalkulatorischen Kosten,  kalkulatorischen Wagnisse, kalkulatorische Miete und bei Einzelunternehmen kalkulatorischen Unternehmerlohn mit einberechnet manauf einen Gewinnsatz von 2% kommt, was kaum lohnend erscheint, da aber Zinsen etc bereits in den Kosten enthalten sind, können 2% durchaus ein sehr angenehmer Gewinn sein. Das wäre dann die Kostenträgerrechnung gewesen.

So das erstmal zur KLR. Den Deckungsbeitrag lasse ich mal Aussen vor. Jedoch ohne das vorherige gerechnet zu haben ist eine Rechnung des Deckungsbeitrages kaum möglich.

Und bevor jetzt einem Mitarbeiter der VWA auffällt das ich ja hier über eine Kommende Klausur schreibe: Nein, ich habe  keine, aber auch wirklich gar keine Ahnung was  morgen  fällig ist. Das was ich hier geschrieben habe steht auf anderen Seiten sicher  besser. Ich weiß nur das es um KLR geht und 180 Minuten dauert.

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