Kleiner vollendeter Bruder, kein Gegner!

Veröffentlicht auf von Basti

Die meisten  großen Autohersteller haben viele Baureihen,  oft sogar mehrere im gleichen Segment.  Zum Beispiel einen kleinen und einen Großen  Geländewagen. Das  hat durchaus Vorteile für den Besitzer, bei einer Restaurierung  kann man oftmals auf teile des jeweils anderen zurückgreifen was die Ersatzteilsuche eher erleichtert.

Porsche hatte  lange Zeit nur eine  Baureihe, zuerst den 356, später 911. Der 911 ist bis heute erhalten geblieben, hatte aber von anfang an das Problem das er recht teuer war. Der Preissprung war enorm vom 356 zu 911, also gab es eine Zeit lang den 912 mit kleinerem Motor und natürlich preiswerter. Wenig Später gab es eine echte zweite Baureihe den, 914. Schnörkelloses Design, Mittelmotor und einige VW-Teile waren sehr Modern aber nicht jedermans Sache, so war diese Baureihe kein großer Erfolg. Handling und Preis waren aber in Ordnung, man mußte also neue Wege suchen um am Markt zu landen. 

Der  zweite Versuch eine  weitere baureihe zu etablieren war der 924, mit der Transaxle-Bauweise. Das heißt das Der Motor vorne liegt und nicht wie normal das Getriebe auch vorne liegt, nein man baut es hinten ein. Dadurch konnte man einen Gewichtsverteilung von fast 50% je Achse erreichen. Und das wiederum Sorgt für ein sehr ausgeglichenes Fahrverhalten. Gegenüber dem 911 schon fast brav. Aber da brauchen schon die Rivalitäten auf, es sei kein richtiger Porsche hieß es, schn alleine der Frontmotor beweise das. Und es spricht auch nciht unbedingt für den 924 das er einen Audi-Motor hat. Nicht das Audi-Motoren schlecht waären, in einem Porsche will man aber einen Porsche-Motor. Wiederum war der 924 erschwinlgich und ist es heute noch. Das hat ihm wiederum einige Fans gebracht, die eben etwas bezahlbareren Fahrspa´als den des 911 suchten. Als nachfolger des 911 wurde der 928 lanciert mit Frontmotor, V8 und Transaxle-Bauweise völlig anders, schwerer und weniger sportlich. Aber technisch ausgereifter. Die Fans wollten aber ihren 911, und sie behielten ihn bis heute. Der 928 war aber auch in gewisser weise Retter des günstigen Einstiegs-Porsche.

Der Nachfolger des 924 war der 944. Er sieht auf dem ersten blick dem 924 sehr ähnlich, die Kotflügel waren vor allem weiter. Technisch tat sich aber vor allem was beim Motor. Der Audi-Motor wurde verbannt, es kam eine kreation aus einem Halben V8 vom 928 zum einsatz. Interessant ist, das, wenn man 2 dieser halben Motoren aneinanderflanschen würde, würden die mehr leistung entwickeln als der ganze Motor des 928. Das leigt vor allem an Feinheiten im Zylinderkopf. Schöner ist noch das man viele Kinderkrankheiten des 924 ausmerzen konnte. Die späteren Baujahre haben auch ein standesgemäßes Amatuerenbrett. Vorher kam  nämlcih einiges vor was manauch im Passat  hätte haben können.  Das Fahrverhalten war nicht viel anders als das des 924 nur schneller und er konnte eben alles etwas besser.

Aber der Gipfel, kam mit dem Nachfolger 968. Hier findet die Silhuette des 924 seine Vollendung. erst noch als 944 S3 geplant war langsam abzusehen das die Serie sterben würde. Andereseits war die Entwicklung zu weit als das man den 968 noch hätte stoppen können. Als man merkte das man eigentlich schon fast ein neues Auto entwickelt hat, einigte man sich auf die nue Bezeichnung. Der 968 kann alles das was 924 auch können nur eben noch schneller und noch besser. Mit 240 PS ist man bis heute schnell dabei und kann den meisten BMWs, Mercedes und Audis eine lange Nase zeigen weil Porsche nicht bei 250 km/h abriegelt, sondern die 252km/h ausfahren läßt. Nicht viel, aber immerhin kann man damit meist die Oberklasse hinter sich lassen. Die bschleunigung von 28 Sekunden ist auch gut. Von 0 auf 200 km/h Natürlich.

Wirklich schön ist das der Wagen bis heute zu den preiswerteren Sportwagen zählt. Seinerzeit war er sogar die günstigste Möglichkeit einen echten Sportwagen zu fahren. Das lag am Vergleichsweise geringen Verbrauch und am Werterhalt. 

Und das gilt heute auch noch im wesentlichen. Vieles aht sich bei den Preisen mit gleichaltrigen 911 angeglichen. Die Ersatzteilpreise sind fast wie beim 911. Dafür sit der Verbrauch locker 2-3 Liter geringer. Wer es will kann mit guten 8 Litern auskommen. Andereseits schafft man auch 15 Liter und mehr durch die Brennräume zu jagen. Alles in allem dennoch erträglich, wir sprechen immerhin von einem Mindestens 12 Jahre alten Auto. Die Versicherungsbeiträge sind auch noch verschmerzbar. Wirklich günstig ist der Anschaffungswert. Bis heute wird ein 968 völlig unterschätzt. Für den Fan ein Segen.

Warum wird er immer unterschätzt? Ich glaube weil man ihn immer als Gegner sah. Gegner auf der Rennstrecke. Der 911 war immer ein reinrassiger Sportwagen, die Baureiher 924/944/968 immer ein alltagstauglicher Sportwagen. Das wird deutlich wenn man schnell Kurven fährt. Während einem das Adrenenalin im 911 durch dei Adern schießt fährt man im 968 ganz locker und meint man wäre viel langsamer weil es so entspannt geht. Ein Blick auf den Tachometer  zeigt aber das man nur wenige km/h langsamer ist. 

Wenn  ein sportlicher vergleich ist sicher interessant, an manchen Stellen kann der 968 sogar dem 911 Zeit abnehmen, davonfahren kann er ihm normalerweise nicht. Aber das war auch nie der Sinn eines 968. 911 und 968 sind Brüder. 911 für die Rennstrecke, 968 für einen Ausflug oder auch zur Not für den einkauf. Für ein paar Kästen Wasser reicht der Kofferraum. Und zur Arbeit könnte man auch fahren.  Wäre aber eigentlich zu schade.

Beide Autos ergänzen sich gegenseitig, bzw. sie bereichtern das  Programm von Porsche. Inzwischen sehen so langsam  auch die Gusseisernen das ein. Der 968 wird vorraussichtlich in den nächsten Jahren daher auch Preislich zulegen.  Also auch eines dieser Autos aus der Kategorie "Geldanlage". Wer einen hat kann glücklich sein, mehr als 7000  gibt es nämlich nicht.  Also wenn ihr einen seht, habt ihr eine Rarität gesehen.nti_bug_fck

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