Sylvesterknaller

Veröffentlicht auf von Basti

Ein gnaz besonderen Knaller stelle ich Euch heute vor: Einen über 220 km/h schnellen VW T3. Gerade gestern sage ich euch das man eigentlich kaum schneller  als  130 km/h fahren will und da will ich Euch einen  220 km/h schnellen T3 andrehen. Neckischerweise steht hinten dran "Carrera".  Man ahnt, es stekt ein Motor vom Porsche 911 drin. Der Umbau stammt von Porsche und es wäre nicht Porsche wenn der T3 sich nicht auch gut fahren würde.

Durch diesen Motor erstarkt der T3 auf 231 PS. Das reicht für  die meisten Vans, auch von ganz aktuelen Baujahren. Und das ist sicher geil, mit einem Auto, das den Luftwiederstand von meinem Kleiderschrank haben dürfte, an Ford Galaxy und VW Sharan vorbei zu ziehen auf nimmer wiedersehen. Um diese Leistung auch fahrbar zu machen hat man bei Porsche kaum mühen gescheut. Man hat  am Fahrwerk kaum etwas Original gelassen und gut abgestimmt. Heraus kommt ein echter Renner, der aber genauso praktisch und komfortabel ist.

Ansehen tut man ihm das nicht. Der deutlichste Unterschied ist der Carrera schriftzug am Heck. Understatement war bei Porsche schon immer wichtig. Spoiler gibt es nur wenn es Sinn macht und  ein allzu dicker Auftritt ist Porsche fremd. Man will durch Leistung überzeugen.

Warum braucht dann Porsche so einen schnellen T3? Ende der Siebziger gab es den T3 Maximal mit 70 PS. 130 km/h waren damit bestenfalls möglich. Wenn man aber Testfahreten mit den 911ern machte, brauchte man einen Wagen der hinterher fährt, Erstazteileteile bringt und Eventuell noch ein paar Experten mitschleppt. Außerdem  als eine Art fahrbarem Büro in dem man gemeinsam die Erkenntnisse der letzten Testfahrt auswerten kann. Fährt jetzt der 911 Turbo 3.3 mit seinen 260 km/h Höchstgeschwindigkeit eine Stunde vorne weg, der T3 sofort hinterher muss man im 911er nochmal eine Stunde mindestens warten bis der T3 da ist. Bei eventuelle Ptrototypen für Rennwagen oder neuen Autos wie 959 oder 934 wird es noch extremer. Und das kostet Porsche viel Zeit und Geld. Das merkte man schnell und baute erstmal den 100 PS Motor vom 914 ein. Damit sah es schon spürbar besser aus. Aber war das ales was ging, fragten sich die Ingenieure. Ihr Ehrgeiz war geweckt. 

Also  baute man fleißig los. Dann hatte man eine kleine Flotte von schnellen T3s und konnte die TEsts jetzt ohne große verzögerungen durchführen. Ja das ganze lief so gut, das man schon über eine kleine Serie nachdachte irgendwie sich aber nicht durchringen konnte. Es wäre auch nciht ganz billig gewesen und ob die nachfrage so groß gewesen wäre darf bezweifelt werden. Nur weil es für Porsche Sinn macht, muss es ja längst nicht für Otto Normalfahrer sinnvoll sein.

Also Rollendes Büro wurde der T3  von Porsche  noch bis weit in die 90er hinein genutzt. hauptscählich von der Gschäftsführung natürlich. Inzwischen verlebt mindestens ein Exemplar seinen "Ruhestand" bei einer Familie die ihn auch als Familienauto nutzt. Vermutlich aber nur am Wochende wenn man mal gemeinsam was lustiges Unternehmen will. Sonst wirds mit dem Benzinverbrauch doch eng.

Tja, damit passt der T3 Carrera sehr gut zu Sylvester. Einmal ein knaller. Andereseits ist er Relativ lustig. Und einen angenehmen nebeneffekt dürfte es geben. Wird man mit 220 km/h geblitzt kann man behaupten "Ihr Blitzer funktioniert nicht korrekt. Mein Auto, Umbau von Porsche ingetragen schaft maximal 185 km/h." So steht es im Fahrzeugschein drin. Höchstwahrscheinlich wird das Photo aber sowieso als Fehlmessung aussortiert und es kommt gar nicht zum verfahren. So wie wenn man mit 310 km/h in der Baustelle mit einem Opel Corsa A geblitzt wird.

Damit macht das Auto dann richtig Spaß. Ich hoffe das nächste Jahr macht Euch auch Freude!

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jano-k 01/01/2008 11:18

Wer bitte baut denn sowas??? ;-) Eigentlich völlig unnütz... Aber irgendwie doch geil!!!

Basti 01/01/2008 12:01

Porsche brauchte eben sowas damals. Und heute ist es immernoch geil wenn man so manchen BMW und Mercedes hinter sich lassen kann. Es ist eben eine Kuriosität.