Ein Fast-Trendsetter

Veröffentlicht auf von Basti

Manchmal , wenn man etwas recherchiert kommt man auf ganz witzige Ergebnisse.  Heute will ich Euch ein wenig über den Volkswagen Golf Country schreiben. Wenn man  bei Google "Golf Country" als  Suchwörter eingibt erscheint  als Drittes Ergebnis "Berliner Golf & Country Club Motzener See e.V. Ich war einige Jahre fast Nachbar davon. 

Mit all dem hat der VW Golf Country nicht viel gemein.  Ende der 80er fiel auf das duie Siutuation fast umgekerht wie heute war. Heute gibt es nur noch SUVs und sonstige beschränkt geländegängige Autos aber kaum Geländewagen. Damals hatte man nur die wahl zwischen Mittelklasse und Geländewagen. wer öfter mal auf Baustellen unterwegs ist wird es schätzen etwas ehr Bodenfreiheit zu haben und Allrad, aber einen Hardcore-Offroader braucht es einfach nicht, schon weil man in der Stadt auch einparken will.

Wer einen Golf mit Allrad wollte brauchte nur zum Syncro zu greifen, hier war ein recht gutes System gelungen. Allerdings war der schon nicht ganz billig.  Leider schwanken die Angaben der Preise die ich finde doch stark deswegen ist alles etwas vage. Jedenfalls war der einstieg beim Golf Country bei ca. 40.000 DM, problemlos auf über 50.000 DM steigerbar. Die Normalen variatnen kosteten eher um die 20.000 DM. Hier ist sicher auch der Grund zu suchen warum der Wagen gefloppt ist. Für 40.000 DM waren damals viele andere schöne Autos zu haben.

Technisch war er aber eine feine Sache. Allrad  mit dem Syncro-System, mit Visco Kupplung welche die Antriebsenergie verteilt. Standarmotorisierung waren 98 PS und die reichen für 155 km/h Höchstgeschwindigkeit und eine Beschleunigung von 0-100 in gut 12 Sekunden. Das sind keine guten Werte für 98 PS, andereseits sind über 1200 kg Gewicht kein Pappenstiel für die damalige Zeit. Allrad, das wiegt eben. Dazu komen noch die Rammschutzbügel, besser bekannt als "Kuhfänger" und Reserveradhalter am heck kosten auch nochmal ein paar Kilo und verschelchtern die Aerodynamik. Hinzu kommt noch der Unterfahrschutz und die ganz gute Ausstattung. 

Nach sportlichen gesichtspuznkten ist das alles ein Graus, ebenso nach Ökologischen. Im Gelände schlägt sich der Golf Country dennoch wacker. 18 cm Bodenfreiheit sind  für einen Golf super, Böschungwinkel sind dank der kurzen Überhänge auch gut. Dank unterfahrschutz muss man sich keine Kroßen sorgen auf Feldwegen oder schlechteren Pisten machen sich Ölwanne und sonstwas aufzureißen. Im Winter hat man bei Schnee und Glätte weniger feuchte Hände, zumindest beim Bergauffahren oder beim Herausbeschleunigen. Bei Nässe ist es auch eingenehmer beim Anfahren oder beim Herausbeschleunignen in den Kurven. Die Kuhfänger schützen die Front, insbsondere die scheinwerfer sollte man eben dochmal irgendwo anecken oder wenn auf einer Schotterpiste ein entegenkommendes Fahrzeug einen Stein aufwirbelt.

Und trotzdem wurde der Wagen mehr verspottet als kritisiert. Kritik wegen des Preises wäre fair gewesen. Auch Technische, das er eben kein echter Geländewagen ist. Es war wohl eher die Optik die störte, obwohl sie mir ganz gut gefällt. Weiße Blinkergläser, dunkle Rückleuchten, alles dies war Standard. Andereseits war das eben in Tuningkrisen beliebt und wirkte bei einigen sicher als Proletenhaft.

Etwas knifflig war die Produktion. Man baute einen Golf GT Syncro fertig, lieferte ihn zu Steyr-Daimler-Puch in Graz, welche ihm dann durch einge findige Maßnahmen um einiges geländetauglicher machten. Billiger machte dieser Umweg den Golf Country sicher nicht. Für VW war es wohl die kostengünstigste Methode. Ich frage mcih aber dennoch ob man nicht ein paar Experten von dieser Firma hätte ranhohlen können. Bzw ein paar Experten für Montagetechnik. Diese werden dann beaufragt in die Produktionsstraßen den Golf Country zu integrieren. Aber vieleicht verstehe ich auch zu wenig von Montagetechnik.

Dies führte dazu, daß von den geplanten 15.000 Stück 1990/91 nur gut 7.000  Stück verkauft wurden. Dmals ein Jammer für VW, heute eine knifflige Aufgabe für Liebhaber. Denn die Preise für den Golf Country ziehen wieder an. Unter 2000 Euro bekommt man heute kaum noch einen, das war noch vor 2-3 Jahren anders. Inzwischen wandern die Golf Countrys nämlich in Hände die sie zu schätzen wissen. Und die geben ihn nciht ohne weiteres her. Schade nur das es meistens ein Grüner sein wird, wenn man sich umschaut domminiert die farbe eben. Die dunkleren Farben stehen ihm eigentlich besser. Aber davon sollte man sich nun wirklich nicht ahalten lassen und lieber nach der Technik und dem Rost schauen. Da kann der Wagen bei dem einem oder anderem Geländeausritt was mitbekommen haben.

Ihr könnt mir sagen was ihr wollt, kultiger als ein Tiguan ist der Golf Country auf jeden  Fall. Und das macht doch den Liebhaberwagen aus, oder?

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