Vater des bezahlbaren Fahrspaßes

Veröffentlicht auf von Basti

Was hat ein Auto das nur 55 bzw. 65 PS antreibt? Was macht ein biederes Auto zum Brandstifter? Ein heißer Preis ist zumindest  die Zündende Idee. Es braucht aber etwas mehr. Gutes Fahrwerk, Schaltung und ordentlich Leistung sollten es schon sein. 55 PS sind aber aber nciht viel Leistung. Nach heutige Verhältnissen vieleicht. 1965 war das bedeutend mehr als der Käfer bieten konnte oder Opel Kadett. Aber von wem rede ich eigenltich? Von einen meiner Lieblinge. Dem NSU TT. NSU, das kennen viele gar nicht. Manche denken das wäre ein Autohersteller aus der DDR andere können sich gar nichts Vorstellen. Dabei gibt es NSU bis heute und sie gehören zum Straßenbild. Nur heute heiß das Unternehmen AUDI.

NSU heißt eigentlich nur NeckarSulm. Ein AG hintendran und fertig ist der Firmenname. Die AUDI GmbH übernam dann die NSU AG, löste sie aber nicht auf sondern bennante sie um in AUDI NSU AG. Später fiel dann NSU weg. So ist man Huckepack mit einer Übername an die Börse gegangen Das Börsenzeichen ist immernoch NSU. Mit der Übername von NSU bekam man nicht einfach einen Kokurenten sondern einen sehr innovativen Autohersteller, samt innovativ denkenden Mitarbeitern. Der NSU Ro 80, eines der ersten Autos mit Wankelmotor ist nicht nur Motortechnisch seiner Zeit voraus, nein,auch das Design scheint eher aus den 80ern und nicht aus den 60ern zu stammen.

Was ist jetzt aber mit dem NSU TT. In den 50ern war es der Trend kleine Autos zu bauen und das tat NSU mit dem "Prinz" Insgesamt 4 Generationen gab es, die allerdings ersteinmal unterschieden werden müssen vom Laien Mehr als 30 PS waren aber normalerweise nicht drin. Bei dem Fahrwerk und dem Gewicht von nichtmal 600 kg ging es aber schon ganz flott voran. 120 km/h waren für die 50er und anfang der 60er auch noch ein gutes Tempo für Kleinwagen .Dabei konnte es aber nciht bleiben, die Autos wurden allgemein schneller und stärker. So kam 1963 der  Prinz 1000 heraus.  Mit 1000 cm³  leistete er 43 PS und schaffte damit 135 km/h. das sind gute 10 km/h mehr als ein Käfer und ist genausoschnell, aber viel kultiger als ein Smart.

Nun fanden aber viele das man den 1000 ruhig noch schneller machen kann, mit den Dopplescheinwerfen gabs obendrein Überhohlprestige. Also kam 1965 der TT. 55 PS machten ihn Mindestend 148 km/h schnell. Und da er so klein war, Heckmotor und Heckantrieb hatte, war er im Stande auf engen Stecken auch viel Stärkere Autos abzuhängen. So präsentierte NSU einen TT und eine Corvette auf eine sehr engen, kurvigen Strecke. Runde um Runde holte der TT mehr Vorsprung. Auf weniger Kurvigen Strcken hat natürlich die Corvette das sagen.

Aber genau das ist wohl das was den NSU TT so beliebt gemacht hat: Das Wissen, wer fahren kann und eine Kurvige Strecke hat kann den 3 mal teureren Mercedes oder Opel Kapitän etc. locker abhängen. Und das ist ein verdammt gutes Gefühl. Und wird man dann doch überholt auf einer Langen geraden sagt man sich eben " Geradeausfahren kann jeder". Und weil der Erfolg gnaz gut war, amn aber mehr wollte gab es dann 1967 den Prinz 1200 TT(wenig später nur noch TT, daher wohl auch umgangssprchlich als TT bekannt) mit 65 PS war man dann mindestens 155 km/h schnell, und konnte damit auf der Autobahn fast die gesamte Mittelklasse hinter sich lassen. Auf der Landstraße sowieso. Das ganze gab es zu einem Preis der nur wenig über dem des "Großem" Käfer lag.

Was auch wenige bekannt ist, die Motoren waren technisch fast der Letzte Stand der Technik, im Kelinwagensegment gab es so etwas nicht. Da wären die Halbkugelförmigen Brennräume oder die Verwendung von Aluminium. Viele Jahre später waren viele von den technischen Kniffen des Kleinwagen NSU TT, in der Mittelklasse längst keine Selbstverständlichkeit.

Für Leute die weniger Landstraßen udn Autobahnen, dafür aber Rennstrecken unsicher machten gab es noch den TTS. Er holte aus dem 1000cm³ Motor 70 PS und hatte dem 1200 TT natürlich einen Gewichtsvorteil. Bei Bergerenn und Slaloms bis in die 80er sehr gefürchtet. Der Wendigkeit ist eben geradezu legendär. Und das ist es was eben die Sportlichkeit ausmacht. Serienmäßig war jetzt aber vorne ein Ölkühler dran. Die Thermsiche belsatung war schon enorm bei diesem Motor. Es gab auch viele Menschen die mit Tuning wenig am Hut hatten sich aber dennoch einen Ölkühler in ihren TT einbauen ließen da der Motor sehr warm wurde und dem Wagen manche nachsagten er brenne schneller als er fährt. Also ein Brandstifter in vielerlei Beziehungen.

Wenn man will kann man ihn als Vater des GTIs ansehen. Der Grundgedanke ist der selbe: Bekannte und bewäherte Technik, nochmal etwas sportlicher gemacht in einem eigentlich ganz normalen und nicht als sportlich bekannten Auto. Und jetzt am Ende des Artikels freage ich mich wo ist er geblieben der bezahlbare Fahrspaß? 25.000 € für einen neuen Golf GTI sind nicht unbedingt preiswert. Und so sportlich ist der dann auch nicht, mit 1400 kg eigentlich doch schon sehr behäbig.

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