Wo wir gerade bei Hämmern sind...

Veröffentlicht auf von Basti

Ein Hammer anderer Art war der Porsche 917.  Das sagt vieleicht nicht jedem etwas, Kenner kommen aber ins schwärmen. Und  Gegner Respekt. Es war der erste Rennwagen von Porsche in der "Großen" Hubraumklasse. Und wie sich das für einen guten Einstand gebürt war der Wagen gleich einer der erfolgreichsten Rennwagen der 70er. Das ist auf den ersten Blick erstaunlich, jedoch kein Wunder. Zum einen hatte Porsche jahrelange Erfahrung, zwar nur in den kleineren Klassen, aber hier gewann man sehr viel Wissen über Leichtbau und Aerodynamik. Jetzt noch das ganze mit einem 520 PS starkem V-12 Motor, das musste ein Erfolg werden. Ferrari hatte mit so etwas nicht gerechnet, war der Wagen doch auch durch ein Schlupfloch im Reglement erst zulässig und konnte erst ein Jahr später etwas vergleichbares anbieten.

Aber berreits 1970, in 2 Jahr seines Einsatzes konnte der 917 den  bis dahin größten Sieg einfahren. Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Für diese Saison waren die Porsches in 2 Versionen entstanden, Langheck und Kurzheck. Langheck eigentlich für die schnellen Strecken, Kurheck für die Kurvigen. Dennoch gewann man mit dem Kurzheck. Ferrari hatte sich teilweise durch einen Unfall selbst erledigt und Porsche für diesmal sehr zuverlässig und sehr schnell was dann einfach reichte für den Sieg der 1969 durch technische Defekte an Ford mit dem GT40 ging.

1971 konnte Porsche wieder die 24 Stunden von Le Mans gewinnen, nachdem man in Brands  Hatch mit den Ferraris wieder große Probleme hatte. Und witzigerweise wieder mit der für schnelle Strecken wie Le Mans schelchter geeigneten Kurzversion. Der Siegerwagen hatte nciht wie im Vorjahr einen Aluminium-Rahmen was damals (1970) gegenüber Ferrari ein Vorteil war, nein diesmal war es Magnesium. Nochmal etwas  leichter. Na klar auch Aerodynamik wurde verbessert. Wer genau hinschaut sieht der Änderungen an der Front. 

Einer der Größten Gags von Porsche war wohl die "Sau" Ebenfalls ein 917 mit einer Lackierung die wie beim Metzger das Schwein schemnahft anzeigt wo welcher Teile sind. Und natürlich Rosa.Muss man sehen. Leider fiel der Wagen an Guter Position aus.

1972 durfte der 917 nicht mehr in Le Mans starten weil das Schlupoch nicht mehr da war.  Das ist aber noch längst nicht das Ende des 917. Nein, die extremsten Versionen komen erst jetzt. Bereits 1971 konnte man mit nicht weniger als 850 PS und ein Paar Modifikationen in der CanAm Serie starten und da auch gewinnen. Die technische überlegenheit war da bereist sehr groß, 1969 starte man hier auch schon, aber mit zu schwachen Motoren. Die hier verwendete Variante nannte sich 917/10. Es gab wohl auch in dieser Seria versionen von bis zu 1000 PS. Dank Bi Turbo und sogar 16 Zylindern kein Wunder.

Den Gipfel bildete der 917/30. "Basisleistung" waren 1100 PS (bei abartigen Benzinverbrauch). Auf Prüfständen fuhr man auch bis zu 1500 PS. Wie hoch die Höchstgeschwindkeit war, läßt sich ncht ganz nachvollzeihen, die Angaben schwanken zwischen 382 km/h und 413 km/h. Diese Überlegenheit solte ihn jedoch den Kopf kosten. 1974 wurden, auch wegen Olpreis und verheerender Unfälle mit den 400 Liter fassenden Tanks, das Reglement zu ungunsten des 917 geändert. Die Saison fand prktsich ohne ihn statt. Der sogenannte "Black Shadow" konnte hier gewinnen. Das letzte Rennen sollte aber nochmal ein echter Showdown werden und den Sieg des Black Shadow eher zunichte machen. Warum? Im Letzten Rennen konnte man einen 917 Regelkonform machen, den Black Shadow überrunden und dann mit gesenkten Ladeluftdruck, um den Motor zu schonen, weiterfahren. Um dann 2 Runden vor Schluss mit Motorschaden ausszuscheiden. Zwar reichte es nicht für den Sieg aber jeder sah was die Siege des Black Shadow wert waren.

Das wichtigste am 917 ist und bleibt aber: Er brachte Porsche den Adelstitel bei den Rennwagen ein. Bis heute lieben oder hassen ihn die Menschen. Die Fahrer liebten ihn eher, auch wenn er zu Anfang es vermochte den Fahrern die Hände blutig zu scheuern. Das bekam man wohl in den Griff. Die Gegner hassten ihn trotzdem. er war eben zu schnell. Hammer, oder?

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