DER Traum der meisten Jungs

Veröffentlicht auf von Basti

Zumindest der meisten Jungs die sich etwas  für Autos interessieren und damit beschäftigen: Der Porsche 911 GT2. Für mich ist das lange der inbegriff eines Supersportlichen "Fast-Rennwagens" gewesen. Bis, ja bis mir aufgefallen ist wie schwer auch der GT2 geworden ist. Sicher, man will es größer und man will es sicherer und viele wollen es zumindest recht Komfortabel. Leider wiegt das! Aktuelles Gewicht nach EU-Norm: 1515 kg. Ein Mecerdes SLC, ein Wagen der früher als groß und schwer galt kommt auf 1200 kg. Überzeugen kann natülich die Leistung. Nachdem man schon mit dem Turbo und seinen 480 PSein Leistungsfeuerwerk gezündet hat legt der GT2 auf 530 PS zu. Macht ein Leistungsgewicht von unter 2,9. 329 km/h vmax und 3,7 von 0-100 sind ebenfalls spitze. 

Aber was noch besser ist der Verbrauch: 12,5 Liter kombiniert.  Das klingt erstmal nach viel. Die Dodge Viper mit Ihren 506 PS  hat einen Normverbrauch von 21,2 Litern. Wird bei manchen Autos langsam die 2. Kommastelle interessant, lohnt hier nicht mal die angabe der Ersten. Zurück zum GT2. 12,5 Liter bei 530 PS, das galt bis vor kurzem noch als unmöglich. Eine erfreuliche Entwicklung, Porsche konnte seinen Flottenverbrauch allgemein ganz gut reduzieren in den letzten Jahren. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen wird Porsche 2009 wahrscheinlich der erste deutsche Hersteller eines serienmäßigen Hybridautos.  Mit dem Cayenne der gerne als Spritschleuder gescholten wird.

Aber zurück zum GT2. Wo kommt der eigentlich her? Ich würde ihn fast als Nachfolger des ersten 911 sehen. Später gab es dann einige sehr sportliche und leichte Varianten die man als Vorgänger bezeichnen könnte. In den 90ern wurde dann der Begriff GT2 aus der taufe gehoben, in anlehnung an die Klasse GT2 bei den Langstreckenrennen. Damals fiel er schon mit dem Spoiler auf, und mit einem Fahrverhalten das auch für Laien unproblematisch war und Hoby-Rennfahrer doch einige fehler verzieh. Ein Sakrileg bei Porsche fanden die Gußeisernen. War der 911(964) RS noch ein gemeines Biest gewesen, welches kleinste Fehler hart bestrafte konnte mit dem GT2 auch der Anfänger die Grenzen schon recht gut ausloten. Bei den Gußeisernen findet der GT2 keine wirkliche Anerkennung. Für sie ist er zu Soft.

Was bleibt jetzt beim aktuellen GT2? Wo ist dei Legende vom "Fast-Rennwagen"? Zuerst kann er natürlich alles Besser als die Vorgänger und das ist wiedermal feinste Ingenieurskunst, bei dem mehrgewicht das er inzwischen mit sich rumschleppt eine Hausnummer. Gutes Fahrwerk, prima Motor, geschickte Aerodynamik, vom Technischen her gibt es nichts, aber auch gar nichts zu bemängeln. Da finden sich schonmal spuren vom Rennwagen, denn in einen guten aktuellen rennwagen gehört feine Technik. Das ist aber nicht das was man sucht bei einem GT2. Würde er Leergeräumt würden sicher die Motorsortfans sagen das ist es. Nun mußte Porsche aber Kompromisse machen und beantwortete das Problem anders. Der Wagen versprüht Clubsport-Atmosphäre. Das sind die Sitze, das Lenkrad und die Gesamte Optik. Und ganz wichtig: Ein einstellbares Fahrwerk. Ja, damit ist man ganz nah dran am Clubsport. Und diese Klieentel will man erreichen. Leute die nicht letzte Quäntchen Leistung brauchen, aber echten Motorsport treiben wollen.

Damit ist Porsche seiner alten Tradition treu gebleiben und bietet genau das an was die Kunden wollen, auch was eher kleinere Randgruppen wollen. Das war in den 50ern so mit dem Speedster, das war mit dem 911 Carrera RS so und auch der GT2 setzt  diese Tradition auf seine Art fort. Und das sogar ohne Unverhältnissmaßig zu werden im schadstoffausstoß. Bravo Porsche!

Veröffentlicht in Auto

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