Exoten aus der Heimat

Veröffentlicht auf von Basti

Ja, die gibt es.  Man schaue nur mal in die DDR. Was gab es so für Autos, die auch dort Produzuiert worden sind. Der Laie sagt:" Na, Trabant und Wartburg" Und danach wird es Tatsächlich eng. In den 50ern gab es noch solche sachen wie DKW, später IFA F9 z.B. Der IFA F9 war allerding noch ein Vorkriegs-Prototyp und hatte einen cw-Wert von 0,42 heute wirkt das wie eine Schrankwand, damals setzte er neue Maßstäbe. Interessant ist, das auf dem selben Rahmen, oder nur mit kleinen Veränderungen, auch alle Wartburg bis hin zum Wartburg 1.3 basierten. Noch Exotischer war der P240. Eine echter Oberklasse Wagen der aus 2,5l Hubraum immerhin 80 PS schöpfte. Damals gerade noch Zeitgemäß in der Technik war der Wagen optisch und Austattungstechnisch genauso gut wie westliche Autos dieser Klasse. Wer heute einen dieser Wagen sein eigen nennt hat einen echten Schatz in der Garage, denn es wurden nur 1382 Stück produziert. Schon damals nur etwas für Funktionäre. (Wie war das mit der klassenlosen Gesellschaft?) Eines der exotischten Autos war und ist aber der Melkus RS 1000. 101 Stück wurden offiziel produziert. Optisch würde man den Wagen nie in der DDR vermuten. Sieht er doch viel eher nach Ford GT40 oder Corvette aus. Aber Nein, es ist ein echter Sportwagen, hergestellt in der DDR. Die Technik bassiert größtenteils auf dem Wartbarg so stammen in den meisten Modellen Motor, Getriebe oder Details wie Blinker eben vom Wartburg. Die Lufteinlässe hinten gar vom Trabant und die Rücklichter von Autoanhängern. Die erste frage die man sich stellt, der Wartburg hatte 45-50 PS, wie soll man daraus einen Sporetwagen machen? Tja, mit Sportauspuffanlge und MZ vergasern und sicher noch etwas Feinarbeit werden gute 70 PS daraus(Die Zahlen schwanken je nach Quelle zwischen 70 und 75 PS) Nun sind 70 PS aber immernoch nicht viel. Dafür wog der RS 1000 nur 750 kg in der Standardversion. Macht ein Leistungsgewicht von 10,7 kg/PS bis heute ein passabler Wert. Für ein fast 40 Jahre altes Auto spitze. Übrigens ist der RS 1000 ein 3 Zylinder 2-Takter! Also gibt es einen eigenartig fast scheppernden Klang der aber absoluten Kult-Charakter genießt. 160-165 km/h soll er so erreichen  in dieser Ausstattung von 0-100 km/h in 13 sec. Damals eine gute  Sache, insbesonder wenn man bedenkt was für Technik zu Verfügung stand. Noch viel Interessanter ist aber, das dieses Auto eine Private Idee war. Der Konstukteur Melkus betrieb eine Fahrschule und eine Werkstatt. Heinz Melkus war eine der wenigen Helden die den Motorsport in der DDR aufrecht erhielten und immer wieder mit cleveren Konstruktionen auf den Rennstrecken zu sehen waren. In den 50ern sogar noch International mit beachtlichen Erfolg in den Formelserrien. Irgendwann wurden aber die Hubraumbeschränkungen vergrößert, womit man dann einfach Chncenlos war weil es keine Motoren in brauchbaren größen gab. Schon vorher waren die westlichen Motoren immer leistungsfähiger geworden, schon da konnte die DDR bald nicht mehr mithalten. In den 60ern wurde es also Zeit für MElkus etwas neues zu Wagen. Die Idee war ein Rennwagen mit Straßenzulassung. So konnten die Rennfahre auf eigener Achse zu den Rennen anreisen. Denn auch wenn man international raus war, nach wie vor konnte sich die Bevölkerung für den Motorsport begeistern. Nur es brauchte Fahrzeuge. Als Alibi fragte Heinz Melkus nach ob man nicht als Geschenk zum 20 Jahrestag der DDR nicht ein einen Sportwagen bauen könnte. Es wurde genehmigt. Das heißt nicht das man einfach losbauen konnte, nur das man durfte. Teile mußte man selber auftreiben, nur eben mit staatlicher Erlaubnis. Und hier fängt der eigentlich Kult und Charakter des Autos an. Es gitb kaum einen Melkus RS 1000 der genau wie der andere ist. So wird die Leistung im Rennbetrieb mit Wartburgmotor mit bis zu 118 PS angegeben. Da gab es schon Schwankungen. Aber es gab noch mehr. Es wurden auch Lada Motoren verwendet. Damit kam man auf bis zu 130 PS. Es sollen acuh Höchstgeschwindigkeiten von 250 km/h erreicht worden sein, wobei ich da eher bergab und mitRückenwind vermute. So oder so wird klar, ein Paar PS mehr und der Wagen wäre schon im straßenverkehr eine Rakete gewesen.   Wirklich anerkennen muss man vor allem aber, das man aus einfachster Technik und unter schweren bedinugnen der Materialbeschaffung einen Sportwagen bauen konnte, der mehr sportlichkeit bot als viele Autos heute es versprechen und nicht halten können. Und das ein man die Eier hatte sich an so ein Projekt zu wagen. Heinz Melkus, der Begründer dieser Legende starb 2006. Sein noch lebender Sohn Peter Melkus(der Sohn Ulli starb 1994 bei einem Verkehrsunfall, jammerschade, galt er doch als sehr talentierter Rennfahrer) und Enkel Sepp Melkus begannen aber den den RS 1000 wieder als eine Kleinserie von 15 Stück zu bauen. Mehr ist kaum möglich da der Wagen aus historischen Teilen und viel mehr kaum zu finden sind. Und nicht nur die Teile sind alt, die Leute die ihn zusammenbauen sind alles Veteranen die schon die erste Serie bauten.  Im nächsten Jahr soll aber der RS 2000 kommen, mit Modernem Design und das steht wohl schon fest, einem 250 PS starkem Motor. Peter Melkus meinte zwar einmal "Wir wollen einen straßentauglichen Rennwagen bauen mit kleinen Motoren, wir wollen keinen Boliden haben" Bolide definiert wohl jeder anders, 250 PS sind auf ein kleines Auto wie es der RS 2000 wohl wird, ein Hammer. Aber mit kleinem Motor will er auch darauf hinaus das er auch umweltverträglich sein soll, damit keiner ein schlechtes Gewissen haben muss. So oder so bin ich davon überzeugt, wer damls einen so tollen wagen bauen konnte, bekommt heute wieder ein Spitzen-Auto hin. Udn die 60.000 Euro die er kosten soll, bekomme ich auch noch irgendwo her...

P.S.: Wichtig, Photos stammen von melkus-front.jpgmelkus-heck.jpghttp://www.flickr.com/photos/creativelabs/

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corny 12/01/2007 15:02

willst du nicht mal mit absätzen schreiben?
das würde das lesen deutlich einfacher und angenehmer machen

Basti 12/01/2007 17:48

Öhm, ja Irgendwie hast du da recht.